Haarcenter Professor Trüeb (Haartransplantationssprechstunde)

Seit dem ersten Machbarkeitsnachweis der Verpflanzung von Haaren aus einer behaarten in eine nicht behaarte Körperstelle durch den deutschen Studenten Dieffenbach 1822, der sich im Selbstversuch mittels Gänsefederkiel Haare vom Kopf heraus bohrte und in den Arm verpflanzte, hat sich die Haartransplantationsmedizin zu einer hochstehenden medizinischen Wissenschaft entwickelt, die ihre Resultate sehen lassen kann. 1939 entwickelte der japanische Dermatologe Okuda eine Stanze, mit der er Haare aus behaarten in haarlose Stellen verpflanzte, aber seine technische Leistung fand nur wenig Aufmerksamkeit. 

Erst in den 1950’er Jahren brach die moderne Ära der Haartransplantation an, als der New Yorker Dermatologe Orentreich das Phänomen der „Donordominanz“ nachwies: Transplantierte Haare verhalten sich am Empfängerort der Transplantation wie an der Entnahmestelle. Damit wurde der Durchbruch geschaffen für die Transplantation von Haaren vom Hinterkopf in den Vorderkopf. Seither hat sich die Technologie der Haartransplantation soweit verfeinert, dass ein natürliches Aussehen erwartet werden kann, auch Frauen werden seither erfolgreich transplantiert, Augenbrauen und narbige Alopezien, z.B. nach Verletzungen.

Die Eigenhaartransplantation stellt die einzige definitive Massnahme zur Behandlung kahler Stellen dar und kommt dann zum Einsatz, wenn von einer medikamentösen Therapie kein befriedigendes Resultat zu erwarten ist. Unbestrittener Vorteil der erfolgreichen Haartransplantation ist das dauerhafte Resultat. Neben der Einhaltung technisch einwandfreier Standards der modernen Haartransplantationschirurgie ist für den Erfolg auch die richtige Indikationsstellung bezogen auf den Zustand des Patienten/der Patientin und seine/ihre Erwartungshaltung. Für die Zufriedenheit des Patienten/der Patientin ist eine umfassende Information über das realistisch Erreichbare von grosser Bedeutung, Hoffnung, Erwartung und Enttäuschung liegen hier nahe beieinander.